Guter Mensch,
 

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     Kunst ist die Fortsetzung von Politik mit schöneren Mitteln. (Peter Hacks)




Nachdenklichkeiten einer Krankenschwester: Joachim Gauck, dagegen!
26JUN2010


Meine Freundin Ina, deren Blog ich Ihnen, hochverehrter Leser, schon einmal sehr an Herze gelegt habe, bat mich, ihr bei der Verbreitung einer Polemik, die sie soeben online affichiert hat, behilflich zu sein. Offenbar geht es darum, dass Ina keine Lust hat, Joachim Gauck ertragen zu müssen. Da hilft man doch gern.

Also: Bester Leser, wenn Sie sich bitte zu den Nachdenklichkeiten einer Krankenschwester: "Gauck, dagegen!" hinüber bequemen würden, wäre ich Ihnen ausserordentlich verbunden.

(Sollten Sie die Meinung von Fräulein Eff teilen, sind Sie herzlich gebeten, den Text oder den Link auf den Text weiterzuverbreiten.)





Nachdenkliche Krankenschwester
Darf ich Ihnen, gewogener Leser, das geheime Sudelbuch meiner Freundin Ina Eff ans Herz legen?


REZENSION: "Eine Welt in Scherben" von Andrè Thiele
APR 2009


Das Bändchen, kaum hundert Seiten stark, umfasst sechs Miniaturen, wie seit Karl Kraus keine mehr angefertigt wurden. Thiele kann denken. Thiele kann schreiben. Und Thiele kommt aus der Sprache.




REZENSION: „Der Himmel ist voll Dampf“, Marco Tschirpke singt Peter Hacks
26 SEP 2008


„Der Himmel ist voll Dampf“

Marco Tschirpke singt Peter Hacks,

CD erschienen im VAT

Es gibt Künstler, denen fällt zu viel ein, um sich mit ausladenden Formen abzugeben. Niemals wäre Peter Hacks ein »Wallenstein« unterlaufen; nie, prophezeie ich, wird uns Marco Tschirpke mit einem Wagnerschen »Ring« behelligen. Anstatt im Weitläufigen treffen sich beide Künstler im Kurzweiligen.






I'm not Rappaport
9.MAI 2008


Nat: Hey, Rappaport! I haven't seen you in ages. How have you been?

Eff: I'm not Rappaport.

Nat: Rappaport, what happened to you? You used to be a short fat guy, and now you're a tall skinny guy.

Eff: I'm not Rappaport.

Nat: Rappaport, you used to be a young guy with a beard, and now you're an old guy with a mustache.

Eff: I'm not Rappaport.

Nat: Rappaport, how has this happened? You used to be a cowardly little white guy, and now you're a big imposing black guy.

Eff: I'm not Rappaport.

Nat: And you changed your name, too!






Tüchtig vertöchtert.
23. Dezember 2005




*Jael Recha Michaelis, 23. Dezember 2005



Tüchtig vertöchtert.


Es ist abermalig gelungen!
- wo dunkles Bangen gewesen
Ist sie(1) eines Kinds genesen,
Und hats zur Welt gezwungen.

Und wies da liegt auf dem Rücken
Die Äugelein kneift in der Helle
Ergreift eine mächtige Welle
Von Rührung mich(2) und Entzücken.

Ach, Jael*, Kindchen, Du!
Geselle dich uns zu.
Wie warst Du vielersehnt!

Des Partus zwiefacher Schrei
Heißt: Fürs Künftige: frei.
Und mit dem Leben versöhnt.


*Jael ist das Töchterchen von A. M. (1) und D.H.R (2) und Schwesterchen von Lilith



Peter Hacks: Die Romantik von Reich und Rasse. (Friedrich Ludwig Jahn: "Deusches Volksthum")
NOV 2005


(aus "Ascher gegen Jahn. Ein Freiheitskrieg")

Kunst ist die Fertigkeit, möglichst originell bei anderen Künstlern zu klauen. Aus Hacksens Aufsatz habe ich mich bereits mannigfach bedient. Er zettelt eine Menge an; insbesonderheit aber bringt er die romantische Ideenherkunft der Nazis. Weitere Fledderei zugunsten des Postone-Vorhabens ist in Arbeit.




Heine in "Das Reclam Buch der deutschen Literatur"
OKT 2005


In Prof. Volker Meids „Reclam Buch der deutschen Literatur“ geht es auf Seite 332 viel über Heine-Denkmäler. Das Tucholsky-Zitat, in Deutschland würde sich deren Zahl zu der der Kriegerdenkmäler wie der Geist zur Macht verhalten, leitet das Kapitel ein; die schöne Ermutigung, endlich gäbe es bereits dero zwei, nämlich seit 1981 in Düsseldorf und seit 1982 in Hamburg, leitet es aus.
So falsch ist die Angabe, dass sich darüber ganz zweifelsfrei beweist, wie über die Massen Recht Tucholsky noch immer hat.




Wie Moishe Postone sich irrte. (I)
JUN 2005



Kann einer ein Antisemit sein, ohne es zu wissen?

Der Frage, scheints, mangelt es an Ernsthaftigkeit. Gerade deshalb aber wird sie bitter umkämpft und manch Debattand hat darüber mit einem bös inflammierten Hirn bezahlt. Der von den Bejahern in Anschlag gebrachte Begriff klingt elaborierter: "struktureller Antisemitismus" heißt ihr Fürwort für jenen Antisemitismus, der kein Judenhass ist. >>Der Komödie erster Teil.




Horst is the worst.
MRZ 2005


Daß Horst der beste Hansworst seit unserem lieben Ruck-Herzog ist, beweist seine jüngste Rede-Tat. Sowas von mitreißend, da möchte man gleich selbst die Ärmel aufkrempeln und ein paar Millionen neue Jobs schaffen. Aber sofort!
(und mehr zu diesem delikaten Thema folgt in Kürze, nach Vollendung der Lustschrift: "PISA, die Freiheit nehm' ich mir.")
   Zusatz: Bisweilen aber bin ich auf die Vollendung meiner "How to ruin"-Trilogie verpflichtet worden. Nachdem  "How to ruin a good joke" zu einem phänomenalen Underground-Bestseller avancierte, und  "How to ruin a good party" sich nun todeskrass anschickt, dessen Fußstapfen zu folgen, ist man an der unverzüglichen Dreingabe des letzten Teils sehr interessiert. Bisheriger Arbeitstitel: "How to ruin your life".



Der Schabernack zum heiligen Fest: Ausserürdische schocken.
DEZ 2004


Fürchterlich grimassierend in den Sternenhimmel gracken und dazu mit den Händen würbeln, zekeln und starzen. Den glubschig teleskopenden Ausserürdischen überfällt rasendes Grausen!

(Wahlweise auch: Sich von den Ausserürdischen beim Eisstockschiessen erwischen lassen.)



Ein Wort wurde jüngsthin zum schönsten im ganzen Land gekürt: Habseligkeiten.
NOV 2004


Ob sich das Wort indes von "Habe" plus "Seligkeit" ableitet, darüber herrscht Unklarheit. Jutta Limbach, Präsidentin des Goethe-Institutes, hält offenbar dafür. Alfred Polgar jedoch, der "Meister der kleinen Form" ist anderer Meinung.




Ach, Hohmann! wie schnell ist doch ein Jahr herum...
OKT 2004


Als Martin Hohmann zum "Tag der deutschen Einheit" 2003  einmal seinem Judenfrust Luft machte, entrüstete sich das deutsche Feuilleton allerenden. Zum hundertsten und verdrießlichsten Male polterte eine Antisemitismusdebatte zu Tale, unter Staub und Graus. Wirklich? Sieht so eine Antisemitismusdebatte aus?




Damit es die Welt erfährt: Samuel Mitja Rapoport ist gestorben.
7. JULI 2004



Er war der klügste von allen.
 
Außerdem noch war er mein Großvater und mein Leuchtturm.


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